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eRechnung


Elektronische Rechnungsstellung

Gemäß §52g LvwG in Verbindung mit der Landesverordnung über die elektronische Rechnungsstellung bei öffentlichen Aufträgen (E-Rechnungsverordnung – ERechVO) vom 29.11.2018 müssen alle Kommunalverwaltungen in Schleswig-Holstein spätestens ab dem 18.04.2020 in der Lage sein elektronische Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten.

Das Projekt eRechnung setzt sich aus zwei Einzelprojekten zusammen. Dabei geht es einmal um die Zusammenarbeit mit dem Land und der Frage, was von dort als landesweiter Basisdienst bereitgestellt wird und wie Verwaltungen daran teilnehmen können. Im zweiten Teilprojekt sollen interkommunal Empfehlungen für interne Umsetzungsprozesse z.B. für Schnittstellen zu HKR- und DMS-Verfahren erarbeitet werden.

Was ändert sich ab dem 18.04.2020?

In Kürze müssen alle Kommunalverwaltungen im Lande in der Lage sein, elektronische Rechnungen (eRechnung) zu empfangen. Das gilt zwar derzeit nur für oberschwellige Rechnungen. Aber im Hinblick auf die Arbeitszeit, die durch das manuelle Erfassen eingespart werden kann, sollte es im Interesse aller sein, den Rechnungsworkflow nach und nach zu automatisieren. In wenigen Jahren wird ein elektronischer Rechnungsverkehr genauso selbstverständlich sein wie elektronische Überweisungen. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass nur dann von eRechnungen gesprochen werden kann, wenn die strengen Formvorgaben des EU-Gesetzgebers eingehalten werden. Deutschlandweit hat sich hierzu der Standard XRechnung durchgesetzt.

Für den kommunalen Bereich erarbeitet der ITVSH gemeinsam mit dem Zentralen IT-Management des Landes Schleswig-Holstein (ZIT) und Dataport Empfehlungen zur Behandlung von eRechnungen. Das Ziel dabei ist der Aufbau eines landesweiten zentralen eRechnungsportals, das von Kommunen auf freiwilliger Basis kostenlos mitgenutzt werden kann. Für die Nutzung dieses landesweiten Basisdienstes sprechen vor allem die Tatsachen, dass die Teilnehmer sich nicht um eigene Rechnungseingangskanäle kümmern müssen und durch das Portal sichergestellt wird, dass der kommunale Rechnungsempfänger garantiert nur Rechnungen von registrierten Rechnungsstellern erhält, die dem XRechnungsstandard entsprechen, korrekt adressiert und schadcodefrei sind.

Was ist von den Verwaltungen zu regeln?

  • Unabhängig davon, ob der landesweite Dienst genutzt werden soll, benötigen alle kommunalen Rechnungsempfänger eine einheitliche Adressierung, auch Leitweg-ID genannt. Diese kann beim ITVSH beantragt werden - weitere Informationen hierzu folgen.
  • Für die Teilnahme am landesweiten Portal ist ein Antrag beim ITVSH und die Anerkennung der Rahmen- und Anschlussbedingungen erforderlich. Diese werden derzeit zwischen ITVSH und ZIT abgestimmt. Der ITVSH beauftragt Dataport mit der Einrichtung im Portal.
  • Wer (zunächst) selbständig bleiben möchte, muss mindestens De-Mail als rechtlich vorgeschriebenen Zugangskanal bereitstellen.
  • Die Kommunen teilen potentiellen Rechnungsstellern die Adressen der zugelassenen Eingangskanäle, die relevanten Leitweg-IDs und die Wertgrenze mit, ab der E-Rechnungen akzeptiert werden.

Weitere Details ergeben sich auch aus einem Umsetzungskonzept, welches vom ITVSH im Januar 2020 veröffentlicht wurde.


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